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  §28 Landesnaturschutzgesetz - Allgemeiner Schutz wild lebender Tier und Pflanzen

(1) Seltene, in Ihrem Bestand bedrohte, für den Naturhaushalt oder für den Wissenschaft und Bildung wichtige Arten wild lebender Tier und Pflanzen sind geschützt. Ihre Lebensstätten und Lebensgemeinschaften sind zu erhalten.
(2) Es ist verboten,
1. wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten,
2. ohne vernünftigen Grund wild lebende Pflanzen von ihrem Standort zu entnehmen oder zu nutzen oder ihre Bestände niederzuschlagen oder auf sonstige Weise zu verwüsten,
3. ohne vernünftigen Grund Lebensstätten wild lebender Tier- oder Pflanzenarten zu beeinträchtigen oder zu zerstören,
4. im Aussenbereich in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Hecken oder Gebüsche zu roden, abzuschneiden, zurückzuschneiden oder abzubrennen,
5. die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, ungenutztem Gelände, an Hecken oder Hängen abzubrennen,
Stoppelfelder flächenhaft abzubrennen.
 
Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall oder für eine Anzahl gleichartiger Fälle aus wichtigen Gründen Ausnahmen von den Verboten nach Satz 1 Nr.4 bis 6 zulassen.
(3) Es ist verboten, folgende Biotope zu beseitigen, zu zerstören, zu beschädigen oder deren charakteristischen Zustand zu verändern:
1. Schilfröhricht- oder sonstige Röhrichtbestände sowie Großseggengebiete oder Kleinseggensümpfe,
2.Bruchwälder sowie Auewälder, die regelmäßig mindestens alle 3 Jahre überflutet werden,
3.Wacholder- oder Zwergginsterheiden, Borstgras- oder Arnikatriften,
4.Hoch-oder Zwischenmoore sowie Moorheiden oder Moorwälder,
5.Dünen oder Sandrasen,
6.Felsgebüsche odwer Felsfluren sowie Trocken-, Enzian- oder Orchideenrasen,
7.binsen-,seggen- oder hochstaudenreiche Feuchtwiesen sowie Quellbereiche, naturnahe und unverbaute Bach- und Flussabschnitte, Verlandungsbereiche stehender Gewässer, 8.offene natürliche Blockschutthalden oder Schluchtwälder.

Von den Verboten sollen Ausnahmen für den Fall zugelassen werden, dass während der Laufzeit von vertraglichen Vereinbarungen oder der Teilnahme an öffentlichen Programmen zur Bewirtschaftungsbeschränkung ein Biotop im Sinne des Satzes 1 entstanden ist. § 27 bleibt unberührt. Über Ausnahmen entscheidet die oberer Naturschutzbehörde.

(4) Gebietsfremde Arten dürfen nur mit Genehmigung der oberen Naturschutzbehörde ausgesetzt oder in der freien Natur angesiedelt werden. Dies gilt nicht für den Anbau von Pflanzen in der Land- und Forstwirtschaft. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die Gefahr einer Verfälschung der heimischen Arten oder eine Gefährdung des Bestandes oder der Verbreitung heimischer Arten oder von Populationen solcher Arten nicht auszuschließen ist.
 
Stellen Sie einen Verstoß gegen das Landesnaturschutzgesetz fest, reicht es die Untere Naturschutzbehörde (mit Sitz in der Kreisverwaltung) davon in Kenntnis zu setzen


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